Wissen rund um die Bandscheibe


Symptome beim Bandscheibenvorfall

Ob es sich bei Rückenschmerzen wirklich um einen Bandscheibenvorfall handelt, kann nur ein Arzt durch Untersuchungen und eine bildgebende Diagnostik feststellen. Daher ist es wichtig, bei starken Beschwerden baldmöglichst einen Facharzt zu konsultieren. 

Die Symptome, die ein Bandscheibenvorfall verursacht, sind vielfältig. Die Schmerzen im Rücken entstehen durch den sogenannten Prolaps, eine Ausbuchtung des Bandscheibengewebes, der auf den Nerv des Rückenmarks drückt.   

Ein Bandscheibenvorfall geht häufig mit starken Schmerzen einher. Auch Missempfindungen oder Lähmungserscheinungen in Armen oder Beinen können dabei auftreten.

Ein besonderes Problem stellen Bandscheibenvorfälle der Lendenwirbelsäule dar. Hier treten Nerven zu Organen des Verdauungstraktes und der Harnblase aus. Folglich kann es unter anderem zum Verlust der Blasenfunktion oder zu Lähmungserscheinungen kommen.

Die Symptome sind also sehr stark von der Lokalisation der Läsion abhängig. Der erfahrene Arzt kann so oftmals bereits ohne bildgebende Diagnostik das betroffene Areal eingrenzen. Sollte es zu Lähmungserscheinungen und sehr starken Schmerzen kommen, ist es wichtig, schnellst möglichst einen Arzt aufzusuchen.  

Hintergrundinfos Bandscheibenvorfall

Bei einem Bandscheibenvorfall (prolapsus nuclei pulposi) verrutscht der innere Kern der Bandscheibe (Nucleus pulposus) und durchdringt den äußeren Ring der Bandscheibe (Anulus fibrosus), sodass Teile der Bandscheibe in den Wirbelkanal dringen und eine Kompression des Rückenmarks und/oder seiner Nerven verursachen. Ursache ist oft eine Fehlbelastung der Wirbelsäule, eher selten entsteht ein Bandscheibenvorfall durch einen Unfall.

Die 23 Bandscheiben des Menschen bestehen aus zwei voneinander abgrenzbaren Teilen. Einem äußeren Ring aus Faserknorpel, dem Anulus fibrosus, und dessen umschlossenen Kern aus wasserspeicherndem Gewebe, dem Nucleus pulposus. Der äußere faserige Ring der Bandscheibe ist mit dem jeweils über und unter ihm liegenden Wirbelkörper verwachsen. So ermöglichen die als Puffer wirkenden Bandscheiben die hohe Beweglichkeit der Wirbelsäule und absorbieren Stoßkräfte, wie sie z. B. beim Springen entstehen, effektiv ab. Durch alltägliche Belastungen verliert der innere Kern Flüssigkeit, dies ist wahrnehmbar durch das Schrumpfen des Menschen während eines Tages. Bei Entlastung der Wirbelsäule, vor allem beim Schlafen, saugt der innere Kern wieder Flüssigkeit auf und regeneriert sich. Dieser Prozess stellt auch gleichzeitig die Nährstoffversorgung der Bandscheiben sicher.

Im Gegensatz zur Bandscheibenvorwölbung tritt beim Bandscheibenvorfall der innere Kern tatsächlich aus der eigentlichen Struktur der Bandscheibe heraus und durchdringt den äußeren Ring und tritt in den Wirbelkanal ein. Ursache für den Austritt ist ein alters- oder belastungsbedingter Verschleiß des äußeren Rings. Infolge des Austritts in den Wirbelkanal kann es zu Kompressionen des Rückenmarks und der Nerven kommen, was zu symptomatischen Beschwerden führt, die ein erfahrener Arzt bereits ohne bildgebende Diagnostik erkennen, und somit auch die betroffene Bandscheibe lokal eingrenzen kann.

Allerdings sind die Symptome sehr vielfältig. Ein Bandscheibenvorfall kann schmerzhaft sein oder sogar unbemerkt bleiben. Die Beschwerden sind abhängig von der betroffenen Bandscheibe und von den betroffenen Nerven. Sehr oft kommt es zu Störungen der Sensorik und Motorik: Verlust der Blasenfunktion oder Stuhlinkontinenz, Taubheit, Kribbeln oder gar zu Lähmungserscheinungen in Armen und Beinen.

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